Laravel - Was ist das und wieso wird es immer populärer?

Webentwicklung Laravel - Was ist das und wieso wird es immer populärer?

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Laravel wurde im Juni 2011 als smarte Lösung erfolgreich auf den Markt gebracht. Es gibt eine Vielzahl von PHP Frameworks und es stellt sich die Frage, was macht Laravel so interessant. Jedes Framework bietet entsprechende Funktionen und sie sind irgendwie alle ähnlich. Der Initiator Taylor Otwell steht hinter Laravel und hat sich richtig Gedanken gemacht. Er ist der Entwickler und hat lange maßgeblich das Projekt geprägt.

Laravel ist leicht verständlich, besitzt viele Features und sehr gut gegliedert. Es sind vor allem die Features, was Laravel von den meisten Frameworks unterscheidet. Die Beliebtheit stieg seit diesem Zeitpunkt kontinuierlich an. Als Open-Source-PHP-Framework folgt Laravel dem typischen MVC-Architekturmuster. Schon im Jahr 2013 mit Version 4.0 hat Laravel sich auf dem Markt mit der Paketverwaltung etabliert. Gleichzeitig wurde auf eine composer-basierte Installation umgestellt. Im Juni 2015 wurde die Langzeitunterstützung in einer neuen Version veröffentlicht.

Was macht Laravel so interessant?

Die Softwarearchitektur ist sehr ansprechend und zählt mittlerweile zu en beliebtesten Frameworks. Laravel ist für kleine sowie große Projekte geeignet. Der Service-Container spricht für sich. Die manuelle Instanziierungen der abhängigen Codes entfallen. Der Service-Container selbst fordert die notwendigen Codes an. Sie werden innerhalb der Objekte impliziert. Alternativ können diese über eine weitere Funktion abgerufen werden. Die Bereitstellung sowie die Auflösung von Abhängigkeiten vereinfacht vieles. Der Zugriff auf globale Objekte entfällt. Laravel erhöht durch das Dependency Injection die Test- und Wartbarkeit.

Taylor Otwell setzte bewusste die eigene Templatetprache ein, um den Entwicklern die täglichen Anwendungen zu erleichtern. Letztlich handelt es sich bei Blade-Templates um nichts anderes als um gewöhnliche HTML-Dokumente. Otwell erweiterte die Logik um spezielle Tags.

Laravel nutzt in seinen Codebeispielen Session, Request oder Cache. Für Neueinsteiger kann dies erst einmal befremdlich wirken. Es handelt sich hierbei nicht um statische Klassen wie gewohnt. Laravel bezeichnet die Facades als Wrapper. Im Service-Container werden die Objekte referenziert. Der Vorteil besteht darin, dass auf der Facade direkte Aufrufe auf dem Requestobjekt ersetzt werden.

Was besonders für Laravel spricht ist das entstandene Ökosystem. Herauszustellen ist dabei die Features für das Deployment und die Serverkonfiguration. Hierfür gibt es Envoyer und Laravel Forge. Somit entfällt die Serververwaltung. Eine sehr gute Lösung gab es für die SSL-Zertifikate. Die Konzentration auf das Projekt kann gebündelt werden. Es kann der Fokus auf den eigenen Code gelegt werden. Dabei kann ein Git-basierter Zero-Downtime-Deployment Prozess verwendet werden.

Jetzt ist die beste Zeit für Laravel

Gerade die wichtige Langzeitunterstützung und die mittlerweile hohe Akzeptanz spricht für einen breiten Einsatz. Als innovative Framework eingesetzt, ist ein Einsatz für neue Projekte aktuell durchaus in Betracht zu ziehen. Die Erfolgsgeschichte spricht für sich; denn immer größere Onlinehandelsunternehmen setzen Laravel ein. Die Webapplikationen lassen sich schnell entwickeln. Laravel lässt sich in den Grundfunktionen mit Symfony vergleichen. Wie bei Symfony werden MVC-Entwurfsmuster in Controllerklassen zusammengeführt. Das URL-Schema lässt sich frei gestalten, obwohl die URL-Zugriffe als Routes definiert werden. Vorteilhaft und vor allem praktisch gestaltet sich, dass sich die Routes für alle und ebenso einzelne Subdomains definieren. Der Subdomain kann als Parameter weitergereicht und verwendet werden.

Das Zusammenspiel mit den Datenbanken

Für Laravel spricht die Unterstützung für die Datenbanken SQL, SQLite, PostgreSQL, MySQL und Redis. Neben Query Builder befindet sich eine ORM mit dem Namen Eloquent für das sichere Arbeiten mit den Datenbanken. Hierbei werden Active-Record-Pattern eingesetzt. Eloquent unterscheidet sich von Doctrine in dem Punkt, dass keine Data-Mapper-Pattern, sondern die Active-Record-Pattern verwendet werden. In diesem Zusammenhang wäre anzusprechen, dass Eloquent für einfachere Projekte sicherlich gut geeignet ist, jedoch aufgrund der Active-Record-Pattern bei größeren Projekten Probleme machen kann. Das Problem kann im Vorfeld beseitigt werden, in dem das ORM ausgetauscht wird. Eine weitere Alternative wäre, die aufkommenden Abfragen der Datenbank unmittelbar mit einem Query Builder erstellen zu lassen.

Schnelle Umsetzung?

Wie so oft, sollte bei neuen Projekten keine zeitkritische Deadline im Hintergrund stehen. Ist dies der Fall, sollte Laravel in Betracht gezogen werden. Eine gewisse Einarbeitungszeit ist notwendig. Die LTS-Releases eignen sich für den langfristigen Einsatz. Vorteilhaft ist das leichte Erstellen sowie das Modifizieren durch leicht zugängliche Funktionen. Die Datenbankschemas werden durch die Migrationsklassen deutlich erleichtert. Das automatisierte Testen spricht für sich.

Zu Beginn gab es öfters mit den Minor-Releases Probleme. Mittlerweile erhält die Dokumentation für jedes Release einen Upgrade-Guide. Dieser ist ausführlich mit einer Liste aller Änderungen dargestellt. Mögliche Stolperstellen werden dargestellt. Die LTS-Versionen werden nach Erscheinungsdatum für zwei Jahre mit Bugfixes versorgt. Für ein weiteres Jahr werden Sicherheitsupdates zur Verfügung gestellt.

Mit Laravel Homestead kann der direkte Einstieg beginnen. Es handelt sich um eine Vagrant-Box mit allen Funktionen für die Entwicklung. Laravel Valet ist eine Alternative für die Mac-User. Sie setzt nicht auf Linux, sondern auf Lokalkomponente. Diese Vorgehensweise schont die Ressourcen.

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